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Einsatz von Schlaftracker - die eigenen Schlafphasen - Tipps für die optimalen Schlaf

Traumhaftes Schlafen – warum träumen wir?

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Eine Besonderheit des Schlafens ist das Träumen. Dabei werden unterschiedliche Erlebnisse während der Schlafphasen im Geiste durchlebt. Da es sich dabei um subjektive Zufälligkeiten handelt, können sich die meisten Menschen nach dem Aufwachen nur bruchteilhaft an das Geträumte erinnern. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen träumt ein Mensch bei jedem Schlaf und in jeder Schlafphase. Doch warum träumt man überhaupt?

traumhaftes schlafen

Lange Zeit gingen Schlafforscher davon aus, dass der Mensch ausschließlich während des REM-Schlafes (Rapid Eye Movement) träumt. Heute setzt sich in der Wissenschaft zunehmend die Meinung durch, dass in wirklich jeder Schlafphase geträumt wird. Zumal auch im Wachzustand das Gehirn und das eigene Bewusstsein permanent im Einsatz sind, gilt dies auch während des Schlafes. Allerdings zeigen neue Erkenntnisse auf, dass der Einzelne, abhängig in welcher Schlafphase er sich gerade befindet, auch unterschiedliche Träume erlebt.

Hinweis: In einzelnen Schlafstudien wurden Probanden gezielt in unterschiedlichen Schlafphasen geweckt. Zu jedem Zeitpunkt konnten die Befragten direkt nach dem Wecken von den Inhalten der Träume berichten.

Auch wenn der Mensch bei jedem Schlaf träumt, bleibt das Erlebte in den wenigsten Fällen im Gedächtnis hängen. Allerdings lässt sich die Erinnerung an einzelne Träume durchaus trainieren. Ausgerüstet mit einem Traum-Tagebuch, dass sich direkt am Bett befindet, lassen sich mit etwas Übung deutlich mehr Trauminhalte in den Wachzustand hinüberretten.

Warum träumt der Mensch?

Bis heute ist es nicht gänzlich geklärt, warum der Mensch überhaupt träumt. Schon unzählige Wissenschaftler haben sich dazu Gedanken gemacht, doch eine eindeutige Antwort ist bisher noch nicht gefunden worden. Sicherlich werden die am Tage gewonnenen Informationen in der Nacht nochmals im Gehirn verarbeitet und mit vorhandenen Erinnerungen neu verknüpft. Zudem stellt sich die Frage, ob das Träumen tatsächlich einen konkreten Sinn erfüllt.

Die meisten Menschen träumen von bekannten Dingen und dem Erlebten (Urlaub, Arbeit, Familie usw.). Möglicherweise ist das Träumen eine nachträgliche Aufarbeitung von erfahrenen Sachverhalten. Allerdings wird das Erlebte nicht 1:1 erneut durchlebt, sondern das Gehirn zeigt sich dabei von seiner kreativen Seite. Es werden neue und fantasievolle Zusammenhänge geschaffen, die meist keinen konkreten Sinn ergeben. Entsprechend gibt es viele Ansätze zur Deutung von Träumen.

Was passiert beim Träumen?

In den Anfängen der Erforschung des Schlafs sind viele Wissenschaftler noch davon ausgegangen, dass das Träumen nur einen kleinen Teil des Gehirns in Anspruch nimmt. Heute ist bekannt, dass wirklich alle Bereiche des Gehirns beim intensiven Träumen beteiligt sind. Dabei bedient sich das Gehirn eines kleinen Tricks. Dabei ist der sogenannte primäre Motorcortex für das Auslösen von Bewegungen zuständig. Dieser wird aber während des Träumens blockiert (Schlafparalyse). So werden zwar die einzelnen Gehirnfunktionen beim Träumen aktiviert (z.B. das Sprachzentrum), aber dazugehörigen Bewegungen finden nicht statt. So kann der Mensch zwar intensiv träumen, aber dennoch ruhig schlafen.

Interessanterweise ist dafür das limbische System, das u.a. für die Verarbeitung von Emotionen zuständig ist, beim Träumen besonders aktiv. Dies ist eine mögliche Erklärung, warum besonders Emotionen intensiv in den eigenen Träumen erlebt werden. Im Gegensatz dazu zeigen Untersuchungen der einzelnen Regionen des Gehirns während eines Traumes eine reduzierte Aktivität im präfrontalen Cortex an. Dieser Bereich scheint für die Bewertung, den logischen Einsatz des Gedächtnisses und den daraus resultierenden Handlungen verantwortlich zu sein. Möglicherweise liegt hier die Ursache, warum Träume häufig sehr verrückte Abläufe beinhalten und wenig mit Logik zu tun haben. Insgesamt sind diese Zusammenhänge zwischen den einzelnen Hirnfunktionen und dem Träumen noch nicht vollständig erforscht.

Träume sinnvoll nutzen

Insgesamt kann das Träumen (kein Alptraum) einen sehr kreativen Prozess darstellen. Viele Mensch können aus ihren Träumen eine kreative Kraft schöpfen. So liegt hier möglicherweise der Ursprung von vielen interessanten Ideen. Entsprechend ist es durchaus sinnvoll, ein Traumtagebuch zu führen. Ansonsten könnte vielleicht eine bahnbrechende Idee für immer verloren sein.

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Schlafparalyse – was ist das? – Schlaftracking.de 9. Juli 2020 um 0:44

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