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Einsatz von Schlaftracker - die eigenen Schlafphasen - Tipps für die optimalen Schlaf

Grundbedürfnis Schlaf: Jeder Mensch muss schlafen

Schlafen ist ein zentrales Grundbedürfnis des Menschen, ähnlich wie Essen und Trinken. Der Schlaf sorgt für die erforderliche Erholung und Regeneration des eigenen Körpers. Dabei sorgt nur ein erholsamer Schlaf für die notwendige Fitness im täglichen Leben. Insgesamt verschläft der Mensch rund ein Drittel seiner Lebenszeit. Diese Zeit ist allerdings zwingend notwendig, damit wichtige Prozesse im Körper ablaufen können. Dazu wird der Stoffwechsel während des Schlafs reduziert. Gleichzeig sorgen unterschiedliche Hormone und Stoffe für den Wiederaufbau von Haut, Knochen und Immunsystem. Zudem verarbeitet das menschliche Gehirn die am Tage wahrgenommenen Informationen.

Schlaf: Müdigkeit ist ein natürlicher Schutz

Der Schlaf ist somit zwingend notwendig, damit der Mensch jeweils wieder zu seiner geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit findet. Der Bedarf nach einer ausgiebigen Ruhepause signalisiert der Körper dabei mit seiner Müdigkeit. Diese wird in der Regel durch einen Mangel an Schlaf und durch körperliche und geistige Anstrengungen verursacht. Der beste Schutz gegen Müdigkeit ist dabei ausreichend Schlaf. Dabei ist der notwendige Schlafbedarf sehr individuell und wird zudem auch stark von dem Alter der betreffenden Person beeinflusst.

Wie lange müssen wir täglich schlafen?

Den größten Bedarf an Schlaf haben Kleinkinder, die 15 bis 17 Stunden täglich Schlaf benötigen. Im Schulalter reduziert sich der Schlafbedarf auf rund 10 bis 12 Stunden. Hier verlangt das Lernen in allen Lebenslagen viel Kraft von den Jugendlichen an. Erwachsene brauchen in der Regel täglich sechs bis acht Stunden Schlaf. Im Seniorenalter reduziert sich der Bedarf an Schlaf nochmals, allerdings liegt hier meist auch eine geringere körperliche und geistige Belastung vor. Dabei macht sich Müdigkeit auf unterschiedliche Art und mit folgenden Symptomen bemerkbar:

  • deutlich reduzierte Konzentrations- und Leistungsfähigkeit
  • leichtes Unwohlsein
  • verminderte Wahrnehmung
  • gesteigerte Antriebslosigkeit
  • gereizte Stimmung
  • Frieren und Unwohlsein
  • Anfälligkeit gegenüber Infektionen
  • Halluzinationen

Welche Stoffe signalisieren dem Körper den Bedarf an Schlaf?

Der Bedarf an Schlaf wird ausschließlich über das Gehirn gesteuert. Je nachdem, in welchem körperlichen und geistigen Zustand sich der Einzelne befindet, werden körpereigene Substanzen ausgeschüttet, die dann einen direkten Einfluss auf den Körper ausüben. Dies geschieht über Nervenbahnen. Wobei die Wissenschaft noch nicht alle Geheimnisse des Schlafes und der Müdigkeit entschlüsselt hat.

Dabei besitzt jeder Mensch einen automatischen Schlaf-Wach-Rhythmus, der sich stark an den 24 Stunden-Ablauf des Tages orientiert. Gerne wird dabei auch von der sogenannten „inneren Uhr“ oder dem zirkadianen Rhythmus gesprochen. In diesem Zusammenhang fällt auch häufig der Begriff vom Biorhythmus. In der heutigen Zeit wird dieser natürliche Rhythmus häufig jedoch von äußeren Einflüssen (beispielsweise von der Arbeitszeit) überlagert.

Das Gehirn wird bei Müdigkeit aktiv

Im Gehirn ist für diese komplexe Funktion der Nucleus suprachiasmaticus (SCN) verantwortlich. Er gehört zum Hypothalamus und sitzt direkt über dem Sehnerv. Ein maßgeblicher Indikator für diese „innere Uhr“ ist dabei das Licht. Über das Auge werden die Unterschiede des Tageslichts wahrgenommen und entsprechend an das Gehirn weitergeleitet. Verschiedene Hormone werden daraufhin aktiv. Diese werden wiederum über die Zirbeldrüse (Epiphysis) an den Körper abgegeben. Mit dem Einfall der Dunkelheit beginnt die Hormondrüse das Glückshormon Serotonin in das Schlafhormon Melatonin zu verwandeln. Melatonin wiederum ist ein klassischer Neurotransmitter, der für den Transport von Impulsen in den einzelnen Nervenzellen verantwortlich ist. Dadurch wird über das Nervensystem dem Körper die notwendige Müdigkeit signalisiert.

Bei Schlafmangel stellen sich verschiedene Einschränkungen beim Menschen ein

Wird weiterhin dem Körper kein wichtiger Schlaf gegönnt, bildet das Gehirn den Baustein Adenosin aus. Dieser blockiert weitere belebende Neurotransmitter (z.B. Dopamin oder Noradrenalin) im Gehirn und die Müdigkeit nimmt deutlich zu. Gleichzeitig werden durch diesen Stoff die Herzfrequenz reduziert und der Blutdruck gesenkt. Wer dann weiterhin gegen den dringenden Bedarf an Schlaf ankämpft, der bildet das Stresshormon Cortisol aus. Es setzen verstärkt die genannten Symptome ein. Ein weiterer Schlafentzug kann bis zu Halluzinationen führen und es kommt zu körperlichen und psychischen Problemen.

Grundsätzlich kann der Mensch nur auf eine begrenzte Zeit an Schlaf verzichten. Hierzu liegt der Weltrekord bei knapp 11 Tagen ohne Schaf. Allerdings stellen sich bei einem Schlafentzug von dieser Dauer massive geistige und körperliche Einschränkungen ein.

Folglich kann der Mensch nur bedingt auf den wichtigen Schlaf verzichten. Vielmehr lässt sich durch ein  regelmäßiges und ausreichendes Schlafen die Leistungsfähigkeit jedes Mensch deutlich steigern.

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