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Einsatz von Schlaftracker - die eigenen Schlafphasen - Tipps für die optimalen Schlaf

Schon Immanuel Kant wusste: Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu ertragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen. Schon früh erkannte also der Mensch, dass der Schlaf ein wichtiger Baustein für Gesundheit und Wohlbefinden ist. Heute gilt: Wer genügend schläft, ist leistungsfähiger, kreativer und erfolgreicher. Hingegen führt chronischer Schlafmangel zu Depressionen, Übergewicht und zu unterschiedlichen Erkrankungen von Herz und Kreislauf. Entsprechend hat der Markt das Potential bei der Vermessung des Schlafs für sich entdeckt. Nach Fitnesstracker und Apps für die optimale Ernährung stehen nun Schlaftracker im Focus.

Viele Fitnesstracker, die bei den sportlichen Aktivitäten den Herzschlag messen und die zurückgelegte Strecke ermitteln, können in den meisten Fällen auch die persönlichen Daten des Körpers in der Nacht ermitteln. Nur hier gilt es, den Ruhepuls oder die Bewegungen im Schlaf zu analysieren. Entsprechend muss der Tracker die Nacht über am Handgelenk getragen werden.

Arbeitsteilung beim Schlaftracking: Tracker und App

Zudem werden nun auch Smartwatches mit der passenden Technik versehen, um den persönlichen Schlaf zu vermessen. Wer dabei in der Nacht kein Gerät am Arm tragen möchte, kann auch auf leistungsstarke Alternativen zurückgreifen, die beispielsweise direkt auf der Matratze aufliegen. Bei fast allen Lösungen gibt es beim Schlaftracking immer eine klare Arbeitsteilung. Der Schlaftracker oder die Smartwatch nimmt die individuellen Daten während des Schlafes auf, eine dazugehörige App wertet die ermittelten Informationen aus.

Da es hier allerdings noch keinen einheitlichen Standard gibt, fallen häufig die Auswertungen der erhobenen Informationen sehr unterschiedlich aus. Zudem muss jedem Anwender klar sein, dass alle auf dem Markt befindlichen Lösungen nur einen ersten Einstieg in die Analyse des eigenen Schlafs darstellen. Kaum ein Produkt kann die tatsächliche Qualität des Schlafs, mögliche Bewegungsmuster oder eine Auswertung der verschiedenen Schlafphasen liefern. Hier stecken die marktüblichen Schlaftracker noch in den Kinderschuhen.

Tipp: Wer über echte Schlafprobleme klagt, der sollte unbedingt einen Arzt oder zumindest ein Schlaflabor aufsuchen. Hier kann ein einfacher Schlaftracker nicht weiterhelfen.

Dennoch haben die unterschiedlichen Geräte für den normalen Anwender durchaus ihre Daseinsberechtigung. Immerhin beschäftigt sich der Nutzer aktiv mit seinem persönlichen Schlaf. Zudem lassen sich Schlafdauer, Wachphasen oder Tiefschlafphasen durchaus analysieren. Im Idealfall bewirken diese Informationen zumindest eine Änderung der üblichen Gewohnheiten.

Apple Watch als Schlaftracker

Wie schon bei den Vorgängermodellen bietet auch die neueste Apple Watch keine Funktion für das Schlaftracking. Somit wartet die Fangemeinde weiterhin vergeblich auf eine integrierte Lösung aus dem Hause Apple. Entsprechend sind die bekannten Apps wie AutoSleep oder Pillow die beste Wahl, wenn es darum geht, mit der eigenen Apple Watch ein vernünftiges Schlaftracking zu realisieren.

Die aktuelle Apple Watch Series 4 hat bei der Funktionalität in vielen Bereichen deutlich zugelegt, dennoch haben die Macher der Apple Watch auf das wichtige Merkmal eines Schlaftrackers verzichtet: Zumal alle dafür notwendigen Sensoren bereits vorhanden sind. Somit lässt sich ein Schlaftracking mit der Apple Watch weiterhin mit Lösungen von Drittanbietern verwirklichen. Die aktuell besten Apps sind zweifelsohne AutoSleep, Pillow und Sleep++. Alle Lösungen arbeiten zuverlässig, bieten sehr viele Informationen und funktionieren vollständig automatisch. Alles was der Nutzer tun muss, ist die Apple Watch während des Schlafs zu tragen.

Tipp: Damit Sie in der Nacht nicht vom Aufleuchten der Apple Watch geweckt werden, sollten Sie vor dem Zubettgehen einfach den Theater-Modus aktivieren. Dabei werden alle relevanten Daten aufgezeichnet und denn wird der Nutzer nicht vom Display gestört.

Alle vorgestellten Lösungen bieten die Möglichkeit, die ermittelten Daten direkt in die Apple-eigene App Health zu übertragen (sofern diese auf Apple Geräten genutzt werden). So können auch unterschiedliche  Apps oder Geräte abwechselnd genutzt werden. Dennoch werden dann die erfassten Schlafdaten zentral in dieser App gesammelt.

AutoSleep (aktuelle Version: 6.2)

AutosleepErst vor kurzer Zeit veröffentlichten die Entwickler von AutoSleep ein wirklich mächtiges Update, das viele Verbesserungen und Neuerungen bietet. Entsprechend bedarf es einer gewissen Einarbeitung in das Tool, da es sehr viele Funktionen gibt. Auch die Optik wurde überarbeitet und orientiert sich sehr an die bekannten Aktivitätsringen von Apple. Glücklicherweise ist damit auch eine deutlich verbesserte Benutzerführung gelungen.

Die erste Einrichtung der App erfolgt über einen Assistenten, der alle relevanten Informationen abfragt. Anschließend müssen Sie nur noch die Apple Watch beim Schlafen tragen. Den Rest erledigt AutoSleep. Damit der Anwender die Messgenauigkeit erhöht, lassen sich auch nachträglich einige Parameter anpassen. Insgesamt werden die Länge, die Qualität, der Herzschlag und der Tiefschlaf ermittelt und in vier farbigen Ringen auf dem iPhone dargestellt. Auf der Apple Watch präsentieren sich die Apps nur mit den wichtigsten Informationen für den aktuellen Tag. Alle weiteren Analysen gibt es auf dem iPhone. Insgesamt zählt AutoSleep zu den leistungsstärksten Apps für das Schlaftracking. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie hier >

Sleep Cycle (aktuelle Version: 6.3)

Sleep CycleAuch mit der App Sleep Cycle Alarm Clock können wichtige Daten zum eigenen Schlaf erfasst werden. Die Basisversion ist kostenlos erhältlich und bietet eine Kombination aus Schlaf-Tracker und einem intelligenten Wecker. Zur Aufzeichnung der Daten hat der Nutzer die Wahl zwischen der Nutzung eines Mikrofons oder des Beschleunigungssensors im Smartphone. Hierzu hat der Anbieter nach eigenen Angaben eine patentierte Methode entwickelt, die die aufgezeichneten Geräusche einer bestimmten Schlafphase zuordnet.

Eine weitere Funktion ist die vorhandene Weckfunktion. Diese bietet neben dem normalen Wecken noch eine Reihe von Einstellungen. Die interessanteste Funktion ist die sogenannte Aufwachphase. Hier kann ein individueller Zeitraum gewählt werden. So soll vermieden werden, dass der Wecker genau während der Tiefschlafphase den Anwender unsanft aus dem Schlaf reißt.  Eine ausführliche Beschreibung finden Sie hier >

Smartwatch mit integriertem Schlaftracker

Besonders beliebt sind die begehrten Smartwatches, die neben vielen anderen Funktionen auch einen Schlaftracker bieten. Besonders von Vorteil ist die Tatsache, dass diese Geräte häufig über sehr leistungsstarke Sensoren verfügen. Sie liefern in diesem Fall sehr gute Ergebnisse bei der Messung der körpereigenen Daten.

Withings Steel HR Sport

withings Steel HR SportDas französische Unternehmen Withings ist bereits seit mehreren Jahren im Bereich der Smart Health Lösungen tätig. Ein Schwerpunkt dabei ist auch das sogenannte Schlaftracking. Neuestes Produkt ist die Smartwatch Withings Steel HR Sport. Neben vielen unterschiedlichen Fitness-Funktionen verfügt die Smartwatch auch über einen integrierten Schlaftracker mit einer intelligenten Weckfunktion. Besonders viel Mühe haben sich die Macher bei der zusätzlichen App gemacht. Hier gibt es vielfältige Anwendungen für die unterschiedlichsten Themenbereich. Eine zentrale Anwendung ist dabei das Schlaftracking. Einen ausführlichen Praxistest finden Sie hier >

Grenzen eines Schlaftrackers

Grundsätzlich liefern die handelsüblichen Schlaftracker zumindest erste Erkenntnisse über den eigenen Schlaf. So können Schlaftracker dem Nutzer deutlich vor Augen führen, dass er regelmäßig zu wenig schläft. Dies kann durchaus ein Ausgangspunkt für die Änderung der Schlafgewohnheiten darstellen. Dennoch haben Schlaftracker klare Grenzen. So lässt sich die Qualität des Schlafs nicht wirklich messen. Zwar versuchen alle Anbieter von speziellen Apps und Schlaftrackern dies anhand von Bewegungsmustern und Herzaktivitäten zu ermitteln. Doch das Ergebnis ist mit Vorsicht zu genießen. Hierbei handelt es sich nur um erste Näherungswerte. Wer tatsächlich mit schweren Schlafproblemen zu kämpfen hat, sollte sich zwingend in die Hände eines Arztes begeben. Eine echte Analyse des eigenen Schlafs kann nur in einem Schlaflabor durchgeführt werden. Hier lassen sich auch Atemaussetzer im Schlaf (Schlafapnoe) oder eine Bewegungsstörung (Restless-Legs-Syndrom) feststellen.