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Einsatz von Schlaftracker - die eigenen Schlafphasen - Tipps für die optimalen Schlaf

Schlaftracker im Bett: Beurer SleepExpert SE 80 im Praxistest

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Das größte Problem bei den meisten Schlaftrackern ist zweifelsohne die Schnittstelle zwischen dem Menschen und der Maschine. Entsprechend liefern viele Lösungen eher ungenaue Werte vom schlafenden Anwender. Demzufolge sind die ermittelten Werte nur mit Vorsicht zu genießen. Ein handelsübliches Smartphone auf dem Nachttisch liefert daher nur ungefähre Näherungswerte. Ein Schlaftracker am Arm bietet schon bessere Erkenntnisse, allerdings möchte nicht jeder Nutzer während des Schlafs permanent ein Gerät am Arm tragen. Somit liefert der Schlaftracker von Beurer: SleepExpert SE 80 einen völlig anderen Ansatz.

Mit dem Schlafsensor im Bett

Grundsätzlich liefert nur ein professionelles Schlaflabor ausreichende Informationen, um eine optimale Analyse des jeweiligen Schlafverhaltens zu liefern. Dennoch gibt es einige nennenswerte Lösungen, die zu einem vernünftigen Preis eine gute Lösung liefern. Dazu zählt zweifelsohne der SleepExpert SE 80 von Beurer. Wer auf ein Smartphone oder eine Smartwatch im Bett verzichten möchte, muss einen anderen Weg zur Datenerfassung wählen.

Der Schlaftracker von Beurer wird einfach unter die Matratze platziert. Das Gerät, das von der Form an eine Diskus-Scheibe erinnert, registriert automatisch, wenn der Nutzer zu Bett geht. Dabei werden nach Angaben des Herstellers der Herzschlag und die Atemfrequenz aufgezeichnet. Selbst mögliche Atemstörungen (Schlafapnoe) soll das Gerät zuversichtlich im Schlaf erkennen.

Der besondere Vorteil des Beurer SleepExpert SE 80 ist somit auch die Tatsache, dass der Nutzer keinen direkten Kontakt mit dem Schlaftracker im Bett hat. Allerdings hat dieser Komfort auch seinen Preis. Immerhin schlägt der Tracker mit rund 120 Euro zu Buche. Hier muss jeder Nutzer selbst entscheiden, ob sich diese Investition lohnt. Zumal der Schlaftracker im Vergleich zu einem handelsüblichen Fitnessband sich nur auf eine Funktionalität beschränkt.

Der erste Kontakt mit dem Schlaftracker

Interessanterweise benötigt das Gerät eine direkte Stromverbindung. Die Energieversorgung geschieht über ein USB-Netzteil. Auf ein Akku wurde verzichtet. Das Anschlusskabel ist allerdings ausreichend lang, um die nächste Steckdose zu erreichen. Zumal fast an jedem Bett ein Stromanschluss zu finden ist.

Die Datenerfassung und die Verarbeitung der ermittelten Informationen geschieht über die kostenlose App SleepExpert auf dem eigenen Smartphone. Dabei geschieht die Anbindung via Bluetooth. Üblicherweise muss im ersten Schritt ein Konto auf dem Cloud-Server eingerichtet werden. Dazu sind eine Mail-Adresse, der Name und ein Passwort notwendig. Optional können Sie auch persönliche Daten zu der eigenen Person hinterlegen. Dabei muss während der Nacht keine direkte Online-Verbindung bestehen. Vielmehr werden die ermittelten Daten auf dem Smartphone zwischengespeichert und bei einer bestehenden Verbindung einfach an den Server übermittelt.

Abb.: DIe App SleepExpert bietet viele unterschiedliche Funktionen (Quelle: Beurer)

Die verwendete Technik des Schlaftrackers

Der Schlaftracker von Beurer verfügt über eine druckempfindliche Oberfläche. Anschließend wandelt ein sogenanntes Piezoelement die ermittelte mechanische Bewegung des Schlafenden in elektrische Spannung um. Durch diese sehr empfindliche Messmethode kann der Tracker jede Bewegung im Bett aufzeichnen, die durch den Herzschlag, die Atmung oder durch körperliche Aktivitäten entstehen. Der Hersteller empfiehlt dabei die Platzierung des Gerätes unter der Matratze in Höhe der Brust.

Die ermittelten Daten wertet anschließend die App auf dem Smartphone aus. Hier werden die Schlafphasen, die Schlafdauer und mögliche Wachphasen erfasst. Aus allen Daten wird ein sogenannter Sleep Score ermittelt, der für die Qualität des Schlafes steht. Dabei liegt das Optimum bei einem Wert von 100.

Neben der Verarbeitung der erfassten Schlafdaten bietet die App noch einige Besonderheiten. So existiert ein Tagebuch, mit dessen Hilfe Sie genau Buch führen können, welche Aktivitäten (Genuss von Alkohol oder Kaffee, Fitnesstraining, Stress-Level, eigene Laune) vor dem Schlaf unternommen wurden. Eine weitere nützliche Funktion ist die intelligente Weckfunktion Fresh Wake. Hierbei handelt es sich um einen integrierten Schlafphasenwecker, der abhängig von der aktuellen Schlafphase den Weckvorgang einleitet oder verzögert.

Gesamteindruck: Schlaftracker SleepExpert SE 80 von Beurer

Insgesamt bietet die Kombination aus dem Schlafsensor SleepExpert SE 80 und der dazugehörigen App ein leistungsstarkes Team, das sehr detailliert den eigenen Schlaf analysiert. Mit den ermittelten Daten erhält der Nutzer einen wirklich ausführlichen Überblick über sein eigenes Schlafverhalten. Die integrierte Funktion des Schlafphasenweckers rundet die Funktionalität ab, dabei geschieht das Wecken über das verbundene Smartphone. Angesichts des recht hohen Preises muss jeder selbst entscheiden, ob die Fülle der zur Verfügung gestellten Daten und die genauen Messinformationen diesen Preis rechtfertigen.

Bilddaten: Beurer / Amazon

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