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Optimale Schlaftracker - Schlafphasen - optimaler Schlaf

Sauerstoffsättigung über den Oxygen-Desaturation-Index (ODI) korrekt bestimmen

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Jeder Körper braucht für die Versorgung aller lebensnotwendigen Funktionen des Körpers ausreichend Sauerstoff. Dies gilt natürlich auch in der Schlafphase. Eine wichtige Voraussetzung ist dabei die erreichte Sauerstoffsättigung (auch als SpO2 bezeichnet). Zur Vereinfachung wird in der Medizin der sogenannte ODI (Oxygen-Desaturation-Index) herangezogen. Er gibt Aufschluss über die erreichte Sättigung pro Stunde.

Automatische Regulierung der Sauerstoffsättigung

Normalerweise erledigt der menschliche Körper die optimale Sauerstoffversorgung automatisch. Dabei holt sich der Mensch über die Atmung den benötigten Sauerstoff, den er anschließend über die Lunge aufnimmt. Anschließend wird über das Hämoglobin der Sauerstoff im Blut gebunden. Nur wenn ein ausreichendes Sauerstoffniveau erreicht wird, können alle Bereiche des menschlichen Organismus ausreichend versorgt werden. Abhängig von der jeweiligen Beanspruchung steigt oder fällt der Sauerstoffbedarf des Körpers. Auch während des Schlafes muss eine ausreichende Sauerstoffversorgung gewährleistet werden.

In Einzelfällen kann es allerdings zu einer Unterversorgung kommen, die Ursachen sind dabei vielschichtig. Ein gesunder Mensch verfügt in der Regel über eine Sauerstoffsättigung von rund 95 Prozent. Allerdings unterliegt die Sättigung ständiger Schwankungen und sollte zwischen 94-100 Prozent liegt. Durch ein erkältungsbedingtes Schnarchen oder nach einer ausgiebigen Feier kann es auch bei einem gesunden Menschen zu einem kurzfristigen Sättigungsabfall kommen.

Krankheitsbedingter Sättigungsabfall

Problematischer ist ein regelmäßiger Sättigungsabfall, der während des Schlafes durch ein Schnarchen, eine Hypopnoe (vollständiger Ausfall des Atemflusses) oder Apnoe (Schlaf-Apnoe-Syndrom / OSAS) begründet ist. Wird bei der Sauerstoffsättigung eine Toleranzgrenze (unterhalb von 90 Prozent) unterschritten, dann sprechen Fachleute auch von einer sogenannten Entsättigung. Dies kann in diesem Fall auf eine Erkrankung hinweisen.

Da allerdings ein einzelner Sättigungsabfall noch nicht aussagekräftig ist, ziehen Fachleute den ODI zur Rate. Erst durch die regelmäßige Bestimmung der Sauerstoffsättigung des Blutes über einen längeren Zeitraum lassen sich mögliche Hinweise auf eine ernste Erkrankung ableiten. Liegen beispielsweise die Entsättigung häufiger unter 90 Prozent und der ODI über einem Wert von 10, dann sollte dies genauer untersucht werden.

Korrekte Messung der Sauerstoffsättigung

sauerstoffsättigung odiGrundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten, um eine Sauerstoffsättigung während des Schlafes zu messen. Die effektivste, aufwendigste und genaueste Methode ist zweifelsohne die Technik in einem Schlaflabor oder in einer vergleichbaren medizinischen Einrichtung. Dies ist ist allerdings nur in Ausnahmefälle möglich.

Aktuell erscheinen viele gängige Smartwatches auf dem Markt, die ebenfalls als zusätzliche Funktion die Messung der Sauerstoffsättigung des Blutes offerieren. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Modelle der Apple Watch, der Galaxy Watch oder Modelle aus dem Hause Withings. Schaut man sich allerdings die technischen Daten an, dann geht es hier meist nur um eine Messung über einen sehr kurzen Zeitraum. In der Praxis lassen sich damit kaum Schwankungen aufspüren.

Smartwatch, Pulsoximeter oder eine andere Alternative?

Eine Messung der Sauerstoffsättigung über mehrere Stunden hinweg ist bei den meisten Wearables daher nicht möglich. Die angebotenen Daten von Apple Watch & Co. sind eher als pfiffiger Marketinggag zu verstehen. Entsprechung lässt sich mit diesen Geräten auch kein ODI-Wert bestimmen. Hier fehlen einfach die dafür notwendigen Daten, die über einen längeren Zeitraum erhoben werden.

Eine gängige Methode zur Bestimmung der Sauerstoffsättigung ist der Einsatz eines Pulsoximeters. Diese Geräte haben sich in der medizinischen Praxis seit vielen Jahren bewährt und bieten durch die verwendete Sensorik sehr genaue Messwerte. Besonders die einfachen Pulsoximeter, die einfach an einer Fingerspitze befestigt werden, sind günstig und auch für den heimischen Einsatz gut geeignet. Allerdings ist diese einfache Ausführung für eine Langzeitmessung während des Schlafes nicht ausgelegt. Hier steht eher die kurzfristige Messung im Mittelpunkt.

Entsprechend ist die einfache Form eines Pulsoximeters für eine Messung über einen längeren Zeitraum nicht geeignet. Zumal diese Geräte während des Schlafes schnell verrutschen und keine brauchbaren Werte mehr liefern. Wer also über einen längeren Zeitraum, speziell während des Schlafes, seine Sauerstoffsättigung bestimmen möchte, greift idealerweise zu einem Handgelenk-Pulsoximeter.

Diese Geräte sind in der Anschaffung deutlich teurer und sind für eine Langzeitmessung gut geeignet, da sie mit Hilfe einer Manschette am Handgelenk befestigt werden. Je nach Bauart gibt es dann noch zusätzlich einen Fingersensor. Dies Technik ist ausgereift und liefert gute Ergebnisse. Allerdings ist das regelmäßige Tragen während des Schlafens eher störend. Interessanterweise ist aktuell kaum ein Gerät auf dem Markt, dass den o.g. ODI-Wert bestimmen kann.

Gibt es Alternativen bei einer Langzeitmessung bei der Sauerstoffsättigung?

Interessanterweise sind aktuell kaum Geräte am Markt verfügbar, die ein aussagefähiges Schlaftracking auf Basis SpO2 oder ODI liefern. Nur wenn diese Werte mit einer hohen Messgenauigkeit über einen längeren Zeitraum von mehreren Stunden vorliegen, lässt sich eine qualitative Aussage über die wichtigen Vitalwerte treffen.

Aktuell ist uns nur der CIRCUL Fitness Tracker Ring bekannt, der diese Bedingungen erfüllt. Der hohe Tragekomfort des ringförmigen Trackers, eine hohe Messgenauigkeit (100 Messungen pro Sekunde) und die gelieferten Daten (SpO2 und ODI) haben natürlich ihren Preis. Allerdings liegt der Anschaffungspreis nur knapp über dem eines leistungsstarken Handgelenks-Puloxiometers. Im Vergleich zu einem regelmäßigen Aufenthalt in einem Schlaflabor sind Aufwand und Kosten eher zweitrangig.

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