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Einsatz von Schlaftracker - die eigenen Schlafphasen - Tipps für die optimalen Schlaf

Melatonin – das Schlafhormon sorgt für guten Schlaf

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Guter Schlaf ist erholsam und wichtig für die Gesundheit und das seelische Wohlbefinden. Damit wir ausreichend und tief schlafen, benötigt der Körper das Schlafhormon Melatonin. Dieses Hormon wird bei Dunkelheit bzw. nachts produziert, und zwar in der Zirbeldrüse. Im Darm und in der Netzhaut der Augen werden ebenfalls minimale Mengen gebildet.

Außerdem reguliert Melatonin den Blutdruck, entspannt die Gefäße und ist an weiteren erholsamen Vorgängen im Körper beteiligt. Bei Tageslicht verringert sich die Produktion, damit wir nicht ständig unter Müdigkeit leiden.

Melatonin und Serotonin

An der Bildung von Melatonin ist Serotonin – ein Glückshormon – beteiligt. Es lässt uns tagsüber wach sein, bei Dunkelheit wird es umgewandelt zu Melatonin. Gebildet wird das Wachhormon vor allem durch Sonnenlicht, ist aber auch in einigen Nahrungsmitteln vorhanden.

In den Wintermonaten herrschen aufgrund der kurzen Tageslichtphasen Serotoninmangel und ein Melatoninüberschuss – es wird während der wenigen Sonnenstunden einfach nicht genügend abgebaut. Das ist einer der Gründe für Winterdepressionen, neben Vitamin-D-Mangel und der psychischen Wirkung der vielen Dunkelheit.

Künstliches Licht stört die Melatoninproduktion

Wir sind es gewohnt, durch künstliches Licht den Tag zu verlängern. Wer würde heute noch ins Bett gehen, sobald es dunkel wird? Doch gerade diese künstliche Beleuchtung – dazu gehören auch LED-Monitore und Fernseher – blockiert eine gesunde Melatoninproduktion, sodass wir zu schlecht oder zu wenig schlafen. Der Körper kann nicht richtig „herunterfahren“, der Blutdruck ist zu hoch und man ist angespannt. Ein gestörter Schlaf-wach-Rhythmus kann auch stressbedingte Krankheiten und depressive Verstimmungen verursachen.

Doch nicht nur das: Künstliche Beleuchtung ist nicht ausreichend, um genügend Serotonin zu produzieren. Unsere gewöhnlichen Lampen schaffen nur maximal 700 – 800 Lux, für einen gesunden Hormonhaushalt braucht es aber etwa 10.000 Lux. Zum Vergleich: Bei strahlendem Sonnenschein werden mehr als 100.000 Lux gemessen.

Tageslichtlampen für mehr Energie und gesunden Schlaf

Am gesündesten wäre es natürlich, tagsüber viel Zeit draußen zu verbringen. Da sich die meisten Arbeitsplätze in geschlossenen Räumen befinden, ist das leider nicht jedem möglich. Die Alternative ist eine Tageslichtlampe. Diese Lampen schaffen circa 10.000 Lux und können die Serotonin-Produktion ankurbeln.

Abends sollte man, auch wenn es schwerfällt, mal Fernseher, PC und die Lampen früher ausschalten und sich erlauben, müde zu werden. Für gute emotionale und körperliche Gesundheit sind natürliche Schlaf-wach-Rhythmen enorm wichtig, hören wir doch auf unseren Körper.

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