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Einsatz von Schlaftracker - die eigenen Schlafphasen - Tipps für die optimalen Schlaf

Binaural Beats bei Schlafstörungen

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Wer häufig unter Einschlafproblemen leidet, nachts oft aufwacht oder nur „leicht“ schläft (keine Tiefschlafphase), findet vielleicht Mithilfe der richtigen Frequenzen zu einer besseren Schlafqualität. Das Einzige, was dafür benötigt wird, sind Stereo-Lautsprecher oder Kopfhörer und eine CD oder MP3 mit den richtigen Binaural Beats.

Wie funktionieren Binaural Beats?

Im Gehirn eines jeden Menschen finden elektrische Aktivitäten statt. Je nachdem, in welchem Zustand man sich gerade befindet (konzentriert, panisch, in Meditation oder im Tiefschlaf etc.) ändern sich die Frequenzen der Gehirnwellen. Wenn man beispielsweise konzentriert eine Tätigkeit ausführt, schwingen die Gehirnwellen in Frequenzen von über 38 Hz. In der Traumphase des Schlafs dagegen sind es zwischen 3 und 8 Hz, in der Tiefschlafphase sogar unter 3 Hz.

Beeinflusst man nun durch bestimmte Reize die Schwingungen der Gehirnwellen, kann man den gewünschten Zustand herbeiführen. Dabei reicht es aber nicht, Sounds in der jeweiligen Frequenz abzuspielen, meinen einige Forscher. Stattdessen werden das linke und das rechte Ohr mit verschiedenen Frequenzen beschallt, die maximal 30 Hz auseinanderliegen. Diese kleine Differenz soll für den gewünschten Effekt verantwortlich sein, der allerdings immer noch nicht komplett erforscht ist. Entweder wird durch die Differenz ein dritter Ton erzeugt, der Binaural Beat, oder das Gehirn schwingt sich aufgrund der Verschiebung auf eine andere Frequenz ein.

Besser schlafen mit den richtigen Klängen

Vor einigen Jahren wurde an der Kölner Universität eine Studie zur Wirkung der Beats durchgeführt, und die Ergebnisse klingen durchaus vielversprechend. Nach dem regelmäßigen anhören einer CD mit exakt abgemischten Frequenzen, verbesserte sich die Schlafqualität bei jedem zweiten der 170 Teilnehmer. Und bei mehr als 70 Prozent verlängerte sich die Dauer des Schlafes.

Die Methode ist zum Glück so simpel, dass sie jeder selbst ausprobieren kann. Entsprechende Sounds gibt es im Internet von verschiedenen Anbietern, als MP3 oder auch CD.

Tipps zur Anwendung

  • Die Binaural Beats funktionieren nur, wenn man Stereo-Lautsprecher links und rechts aufstellt oder (noch besser) Kopfhörer verwendet.
  • Die Lautstärke nicht zu hoch einstellen. Die Beats wirken besser, wenn der Klang extrem leise (kaum noch hörbar) ist.
  • Die Sounds sollten regelmäßig angehört werden, idealerweise dann, wenn man bereits im Bett liegt.
  • Kombinieren Sie diese Methode mit anderen Hausmitteln und/oder Entspannungstechniken (z.B. Atemübungen, Abendspaziergänge), denn auch Binaural Beats sind kein Wunder- und Allheilmittel.
  • Lassen Sie die Musik nicht die ganze Nacht lang laufen, das könnte zu viel des Guten sein. Lieber einige Minuten am Abend, dafür regelmäßig.
  • Achten Sie auf die Qualität der angebotenen Sounds und ob sie fachmännisch abgemischt oder von einem Laien zusammengebastelt wurden. Binaural Sounds in schlechter Qualität oder falsch abgemischt könnten Stress erzeugen oder zu starken / falschen Einfluss auf die Gehirnwellen ausüben.

Nebenwirkungen der Binaural Beats

Zwar heißt es, die Frequenzen würden keine Nebenwirkungen erzeugen, doch stimmt das nicht ganz. Bei bestimmten Erkrankungen sollten sie nicht eingesetzt werden, da hier das Risiko nicht abgeschätzt werden kann.

Bitte nicht anwenden bei: Epilepsie, Herzerkrankungen, Schlaganfall
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