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Einsatz von Schlaftracker - die eigenen Schlafphasen - Tipps für die optimalen Schlaf

Schlafbedarf: Wie viel Schlaf braucht der Mensch wirklich?

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Lange Zeit ging die Wissenschaft davon aus, dass jeder Mensch, unabhängig von Alter und Geschlecht, rund 8 Stunden Schlaf täglich benötigt. Doch diese Annahme ist längst überholt. Heute gehen Fachleute davon aus, dass der Schlafbedarf sehr individuell ausfällt und von vielen Faktoren abhängt. Ein wichtiger Aspekt ist besonders das Alter. Doch auch das Geschlecht und erbliche Bedingungen haben einen direkten Einfluss auf die optimale Schlafdauer bei jedem Einzelnen. Somit kann die Frage nach dem Schlafbedarf nicht pauschal beantwortet werden.

Schlafbedarf

In vielen Studien hat sich besonders das Alter als zentrale Einflussgröße bei dem eigenen Schlafbedarf herausgestellt. So verschlafen Säuglinge in ihren ersten Wochen fast den gesamten Tag, um die gesamte Energie auf das eigene Wachsen zu konzentrieren. Ein durchschnittlicher Erwachsener kann durchaus seinen Schlaf auf 6 bis 8 Stunden täglich beschränken, um seine volle Leistungsfähigkeit zu erreichen.

Neugeborene in den ersten Wochen und der Schlafbedarf

Die größten Schlafbedarf entwickeln Neugeborene in den ersten drei Monaten ihres Lebens. Hier können teilweise 15 bis 18 Stunden Schlaf am Tag zusammenkommen. Allerdings hängt die Schlafdauer sehr von den individuellen Gegebenheiten ab.

Dabei ist der hohe Schlafbedarf extrem wichtig für die Entwicklung des Neugeborenen. In dieser Phase werden wichtige Hormone im Körper des Kleinkindes aktiviert, um das Wachstum anzukurbeln. Nur so kann sich das Kind schnell und intensiv entwickeln.

Schlafbedarf: Säuglinge im ersten Lebensjahr

Nach den ersten Monaten hat der Säugling einen eigenen Schlafrhythmus entwickelt. Mit zunehmender Entwicklung schlafen viele Kinder bereits die Nacht durch und die Schlafpausen am Tage reduzieren sich. In diesem Alter gehen Wissenschaftler von einer optimalen Schlafdauer von rund 13 bis 15 Stunden aus. Schreitet das Wachstum des Kindes voran, reduziert sich im Laufe der Zeit die Schlafdauer meist auf 10 Stunden täglich. Der hohe Schlafbedarf ist wichtig, dass sich das Immunsystem ausreichend entwickelt, was besonders während des Schlafes geschieht.

Kleinkinder in den ersten beiden Lebensjahren

In dieser Entwicklungsphase reduziert sich der Schlafbedarf weiter. Viele Kleinkinder brauchen im Laufe des Tages nur zwölf bis 15 Stunden. In dieser Zeit benötigen die Kinder auch am Tage entsprechende Ruhephasen. Ein Mittagsschlaf bringt die nötige Erholung.

Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren

In diesem Lebensabschnitt machen viele Kinder ihre ersten Erfahrungen in einem Kindergarten. Dies kostet viel Kraft und Energie. Entsprechend liegt der optimale Schlafbedarf bei zehn bis zwölf Stunden am Tag. Erste Studien zeigen zudem auf, dass besonders in dieser Phase ein chronischer Schlafmangel zu Problemen im Verhalten und in der Entwicklung führen können.

Schulkinder im Alter von sechs bis 12 Jahren

Auch wenn die neuen Erfahrungen in der Schule viel Kraft kosten, reduziert sich der Schlafbedarf. In diesem Alter sind neun bis 11 Stunden ausreichend. Auch hier gibt es allerdings große Unterschiede, da sich Kinder sehr unterschiedlich entwickeln.

Besonders interessant sind die Ergebnisse einzelner Studien. Vielfach sind Langschläfer in diesem Alter deutlich intelligenter. Ein möglicher Grund dafür ist die Tatsache, dass das Gehirn das Erlernte während des Schlafs verarbeitet. Dies bedeutet, ein Kind das besonders viel Schlaf benötigt, hat mehr Zeit die neuen Eindrücke des Tages zu verarbeiten.

Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren

In Zeiten der Pubertät ist natürlich weiterhin ausreichend Schlaf sehr wichtig für die betreffende Person. In diesem Zeitraum geschieht der Wandel von Kind zum Erwachsenen. Entsprechend sollten in dieser Phase der Entwicklung rund acht bis zehn Stunden an Schlaf ausreichen.

Junge Erwachsene mit 18 bis 25 Jahren

Befindet sich die betreffende Person in diesem Alter, reduziert sich der Schlafbedarf auf sieben bis neun Stunden täglich. Wer in diesem Alter häufig auf ausreichend Schlaf verzichten, kann als männlicher Erwachsener seine Zeugungsfähigkeit deutlich schwächen. Dies zumindest belegen einige Studien.

Erwachsener im Alter von 26 bis 64 Jahren

In dieser Zeitspanne trifft dann die bekannte Regel mit rund acht Stunden Schlaf zu. Vielschläger benötigen dann bis zu 10 Stunden, andere wiederum kommen auch mit sechs bis sieben Stunden täglich aus. Dieser Zeitraum von sechs bis 10 Stunden ist für jede Person absolut unbedenklich.

Schwieriger wird es, wenn jeden Tag deutlich weniger Schlaf zusammenkommt. In diesem Fall sollten Sie unbedingt etwas an Ihren Schlafgewohnheiten ändern. Zumal ein ausgeprägter Schlafmangel häufig ein Auslöser von unterschiedlichen Erkrankungen (z.B. Herz- und Kreislauferkrankungen) sein kann.

Schlafbedarf: Rentenalter ab 65 Jahren

Auch im fortgeschrittenen Alter ist ausreichend zwingend erforderlich. Weiterhin sollten Menschen in diesem Lebensabschnitt rund sieben bis neun Stunden Schlaf bekommen. Auch im Alter gilt: Wer zu wenig schläft, kann gesundheitliche Probleme bekommen. In diesem Fall besteht ein erhöhtes Risiko von Demenz-Erkrankungen oder den typischen Herz-Kreislauf-Krankheiten. Einzelne Studien haben im Alter auch einen Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Diabetes hergestellt.

Einen geschlechtsspezifischen Unterschied beim Schlafbedarf gibt es nur in geringem Maße. Meist benötigen Frauen etwas mehr an Schlaf. Grundsätzlich gilt: Da der Schlaf auch im späteren Lebensabschnitt für die benötigte Erholung sorgt, sind besonders ältere Menschen auf ausreichend Schlaf angewiesen. Zumal die Regeneration im Schlaf nicht mehr die Qualität erreicht, wie in jungen Jahren.

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Kommentare

Schlaf ist die beste Medizin – Schlaftracking.de 4. Februar 2020 um 13:55

[…] zumindest eine Abhängigkeit der Bindungsfähigkeit der T-Zellen mit infizierten Zellen und dem Schlafpensum festgestellt werden. So konnten bei Blutuntersuchungen deutliche Unterschiede bei der Fähigkeit […]

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Wie man bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt besser schlafen kann – Schlaftracking.de 4. Februar 2020 um 14:35

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