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Einsatz von Schlaftracker - die eigenen Schlafphasen - Tipps für die optimalen Schlaf

Apple Watch wird Schlaftracker – Update bringt neue Funktionen

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Endlich die Apple Watch zum Schlaftracker: Nach mehrjährigen Ankündigungen hat es jetzt auch das Schlaftracking auf die Apple Produkte geschafft. Doch beim Thema Schlaftracking hat Apple eine etwas andere Sichtweise. Es steht nicht die exakte Schlafanalyse im Focus, sondern eher die sinnvolle Nutzung der Apple-Geräte vor und während des Schlafes. Voraussetzung dafür sind die Updates für Apple Watch (watchOS 7) und iPhone (iOS 14). Sind jetzt die bisherigen Schlaf-Apps von Drittanbietern überflüssig?

Bereits zur diesjährigen WWDC präsentiert Apple die neuen Funktionen zum Thema Schlaftracking. Dabei denkt das Unternehmen aus Cupertino bei der Bettruhe einen Schritt weiter. Die neue Anwendung setzt sich aus unterschiedlichen Komponenten zusammen. So gibt es eine neue Sleep-App für die Apple Watch, den Sleep Mode für Apple Watch und iPhone sowie die neuen Funktionen Wind Down und die erweiterte Schlafenszeit.

Einrichten der neuen Funktion Schlaftracking

Zunächst muss der Nutzer zwingend seine Apple Watch (watchOS 7) und das iPhone (iOS 14) auf den neuesten Stand bringen. Die entsprechenden Updates sind ab sofort verfügbar. Beim iPhone hat Apple auf eine separate Schlaf-App verzichtet und bindet die neue Funktion direkt in die Health-App ein. Hierzu muss der Nutzer einen speziellen Einrichtungsassistenten durchlaufen, um die notwendigen Einstellungen auf die persönlichen Vorlieben einzustellen. Anschließend ist in der Health-App der Menüpunkt Schlaf verfügbar. Darüber lassen sich alle relevanten Daten abrufen. Hier lassen sich beispielsweise die Schlafziele definieren oder die persönlichen Schlafzeiten festlegen.

Apple Watch wird Schlaftracker

Abb.: Schlaftracking: Zu Beginn durchläuft der Anwender verschiedene Schritte des Einrichtungsassistenten

Neben einem konkreten Schlafziel in Stunden gibt es zusätzlich die Funktion Entspannung. Hier geht es darum, erste Vorkehrungen für den anstehenden Schlaf zu treffen. Der Anwender kann die konkrete Zeit vor dem Schlafen (von 15 Minuten bis zu 3:45 Stunden) angeben, damit der Schlafmodus aktiviert wird. In diesem Zeitraum wird die Funktion Nicht stören bereits geschaltet (es werden keine Mitteilungen auf dem Home-Screen eingeblendet) und das Display wird bereits gedimmt. Zudem lassen sich zusätzliche Funktionen per Kurzbefehl ausführen. So lässt sich beispielsweise automatisch beruhigende Musik einspielen oder das Licht wird über das eigene Smart Home ausgeschalten. Es lässt sich aber auch die Planung für den kommenden Tag abrufen. Hier kann jeder Nutzer seine individuellen Einstellungen vornehmen. Wichtig ist: alle Aktivitäten sollen auf die bevorstehende Bettruhe vorbereiten.

Apple Watch Display bleibt im Sleep Mode aus

Hat der Nutzer alle individuellen Einstellungen für den Schlaf durchlaufen, beginnt das Schlaftracking automatisch zu den vorgegebenen Zeiten. Ist der Sleep Modus bereits geschaltet, bleibt das Display der Apple Watch weiterhin aus, um nicht den Schlaf zu stören. Dies gilt auch, wenn der Anwender die Smartwatch bewegt. Mit einem Tipp auf das Display erscheint nur die abgedunkelte Uhr- und die Weckzeit. Alle Funktionen rund um den Schlaf wurden in der neuen Schlaf-App auf der Apple Watch zusammengezogen. Hierüber lassen sich Weck- und Schlafzeiten sowie der Weckvorgang einstellen.

Hinweis: Wer dennoch in der Nacht auf die verschiedenen Funktionen der App zugreifen will, betätigt dazu die Krone. Das gewohnte Display wird dann eingeblendet. Anschließend muss der Anwender den Sleep Modus per Hand wieder aktivieren. Dies geschieht durch eine Wischbewegung von unten. Dort wird einfach das Schlafsymbol aufsgewählt.

Nach dem Aufwachen am Morgen werden die relevanten Daten auf dem Display angezeigt. Dazu zählt die Schlafanalyse, die sich allerdings nur auf die Schlafdauer bezieht. Auf eine Auswertung der einzelnen Schlafphasen verzichtet Apple in der jetzigen Version gänzlich. Entsprechend ist auch kein Schlafphasenwecker verfügbar. Hier muss der Nutzer bei Bedarf weiterhin auf eine andere Lösung (siehe Schlaf-Apps) zurückgreifen. Zusätzlich wird auf dem Display der Smartwatch auch die aktuelle Akku-Anzeige und ein kurzer Wetterbericht eingeblendet.

Fazit: Apple Watch wird Schlaftracker

Insgesamt überrascht Apple doch etwas mit der neuen Schlaftracking-Funktion. Keinesfalls macht zumindest zum jetzigen Zeitpunkt die neue Funktion die bisherigen Schlaf-Apps überflüssig. Im Gegenteil. Apps, die sich intensiv auf die Auswertung der konkreten Schlafdaten konzentrieren, stellen die ideale Ergänzung zu der neuen Funktionalität dar. Zumal sich Apple bei der Auswertung nur auf die Dauer des Schlafes beschränkt. Die einzelnen Schlafphasen werden überhaupt nicht berücksichtigt. Somit beschränkt sich Apple eher auf das Zusammentragen der relevanten Daten. Entsprechend laufen die verschiedenen Daten in der Health-App zusammen und ergeben so ein ständig besser werdendes Gesamtbild der eigenen Gesundheit.

Apple hat eher die notwendige Schlafhygiene im Blick, um einen erholsamen Schlaf zu garantieren. Dies spiegelt sich beispielsweise in den möglichst festen Zeiten für den Beginn der Bettruhe oder in der festen Entspannungsphase vor dem Zubettgehen wider. Hinzukommt das gezielte Unterdrücken von Störungen durch ein leuchtendes Display einzelner Apple-Geräte in der Nacht. Insgesamt schafft damit Apple eine wunderbare Basis für einen erholsamen Schlaf.

Bildquelle: Apple (Screenshot)

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